Sie sind hier: Stadt Lübbenau/Spreewald > Stadt & Ortsteile > 
DeutschEnglishPolnisch
23.6.2017 : 12:08 : +0000

Lage

Koordinaten: 51° 52' N, 13° 58' O

Lübbenau ist eine Stadt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg, und liegt etwa 82 Km südöstlich von Berlin.
Sie befindet sich neben dem Autobahn-Spreewalddreick (A13 / A15) und ist daher sehr gut über die Anschlußstelle Lübbenau/Spreewald zu erreichen.
Mit der Bahn ist Lübbenau auch sehr gut zu erreichen. Hier befindet sich der Bahnknotenpunkt zwischen Rostock, Berlin, Cottbus, Görlitz und Senftenberg.

Stadt Lübbenau/Spreewald

Spreewald- und Schützenfest

Das größte Volksfest der Spreewaldregion. Mit vielen interessanten Attraktionen und Höhepunkten. Ein ganz besonderer ist der bei Alt und Jung beliebte und bekannte Kahnkorso.

Homepage des Spreewaldfestes

Lindenfest der Lübbenaubrücke

Stadtfest 1999 ins Leben gerufen, hat sich das LINDENFEST DER LÜBBENAUBRÜCKE inzwischen zu einem echten Besuchermagneten entwickelt. Zehntausende besuchen jedes Jahr dieses Fest, das von der Stadt Lübbenau/Spreewald, der GWG und der WIS ausgerichtet wird.

Namensgeber Das LINDENFEST erinnert an die Lindenallee, die noch heute in Teilen durch Lübbenau führt. Anlässlich des Festes wird jedes Jahr mindestens eine neue Linde gepflanzt.

Tradition Mit dem LINDENFEST entstand eine Festtradition, die jedes Jahr aufs neue einen Höhepunkt in der Neustadt setzt. Das LINDENFEST ist aus dem kulturellen Leben Lübbenaus mittlerweile nicht mehr wegzudenken.

Homepage des Lindenfest

Internationale Folklorelawine

"Internationale Folklorelawine" ist ein Bemühen um Völkerverständigung und eine Möglichkeit für Menschen der Region andere Kulturen kennen zu lernen. Die Folklorelawine rollt durch Lübbenau/Spreewald, Burg (Spreewald) und Cottbus.

Homepage der Folklorelawine

Lübbenau/Spreewald (Lubnjow) - Das Herz im Spreewald

Geschichte
Die in Europa einmalige Niederungslandschaft wurde während und nach der Eiszeit gebildet. So liegt auch der Oberspreewald in einem Urstromtal, das vor über eine Millionen Jahren entstanden ist. Seit etwa zweitausend bis dreitausend vor unserer Zeitrechnung gibt es eine menschliche Besiedlung dieser Region. Im sechsten Jahrhundert begann die Niederlassung slawischer Stämme. Der große Fischreichtum in den Gewässern und das Wild in den tiefen der Waldgebiete bot Ihnen genug Nahrung. In dieser Zeit entstanden Ringwälle und sogenannte Fluchtburgen (Slawenburg Raddusch), deren Überreste heute noch entdeckt werden. Urkundlich nachweisbar ist die Stadt Lübbenau seit 1315, sie ist jedoch viel älter, was Funde aus dem 8./9. Jahrhundert unterhalb des Schlosses zeigen.
Im Mittelalter entwickelte sich nach und nach das Handwerk und Gewerbe in der Stadt. So gründeten Bäcker, Fleischer, Schuster, Schneider und Tischler ihre kleinen Betriebe. Später wurden Flachs und Hopfen angebaut. Im 18. Jahrhundert besaßen die meisten Lübbenauer Gehöfte das Braurecht und mancher verkaufte das Lübbenauer Bier sogar bis nach Kopenhagen.
Das erste Elektrizitätswerk versorgte ab 1905 den Ort mit Strom und zwei Jahre später wurde der städtische Kahnfährhafen (damals Landungsplatz) eröffnet. Bis nach 1950 blieb Lübbenau dem Charakter nach ein Ackerbürgerstädchen mit einer Einwohnerzahl um sechs- bis achttausend, die nur langsam wuchs. Kriegszerstörungen hatte es nicht gegeben aber zu einen größeren Aufschwung kam es in den ersten Jahren nach dem Krieg auch nicht. Dann aber, Mitte der fünziger Jahre, wurde die Stadt durch einen Beschluss der damaligen DDR-Regierung zur künftigen Energiepolitik, als Standort eines Braunkohlekraftwerkes ausgewählt. Infolge der Ansiedlung von Bau- und Kraftwerkpersonal sowie durch die Umsiedlung zahlreicher Bergarbeiterfamilien aus dem Raum Finkenheerd und aus den Tagebauen um Merseburg und Mücheln, betrug die Einwohnerzahl in den siebziger Jahren knapp 25000. So wurden in kürzester Zeit Wohnhäuser in Block- und später in Plattenbauweise errichtet, die jedoch in ihrer architektonischen Eintönigkeit das gesamte Bild des Neustadtgebietes ungünstig gestalteten. Seit Anfang der neunziger Jahre wurden die meisten dieser Wohnhäuser saniert, die Wohnungen umgebaut und die Außenanlagen neu gestaltet. 1996 wurde das Kraftwerk still gelegt. Die Rauchgasverordnung der Bundesrepublik Deutschland, der die technisch veralteten Anlagen nicht entsprechen, und die ihrerseits wiedrum zu klein für einen lohnenden Umbau sind, zwangen die Unternehmungsleitung zu diesem Schritt.
Die ehemalige Bundesstraße B115 und die Bahnlinie Berlin- Cottbus, die bis in die fünfziger Jahre die Südgrenze der Stadt bildete, wurde mit dem Entstehen der Neustadt zu einer Trennlinie zwischen beiden Stadtteilen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der Spreewald wurde als ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat mit vier Schutzzonen erklärt. Dabei stehen je nach Zone die Forschung, der Artenschutz, die traditionelle Landschaftsnutzung und der Tourismus im Vorderung.
Alljährlich kommen nahezu anderthalb bis zwei Millionen Besucher in die Städte und Dörfer des Spreewaldes. Zum größten Teil sind es Tagestouristen, die eine Kahnfahrt durch den Spreewald genießen. Noch heute begeistert die faszinierende Sagenwelt des Spreewaldes Groß und Klein. Wer durch das "Torbogenhaus" nach Lübbenau kommt, tritt in eine andere Welt. Im Spreewald werden kulturelle Traditionen der slawisch- wendischen Bevölkerung gepflegt, geschützt von Wasserarmen und Sumpf. 1850 wurde das Torhaus als Verwaltungsbau errichtet. Im Jahre 1908 überließ die Stadtgemeinde Lübbenau das Gebäude dem Preußischen Justizfiskus, der es bis 1910 zum Königlichen Amtsgericht mit neun Gefängniszellen umbauen ließ. Nach 1945 diente das Haus als Kreisgericht, Gefängnis und Polizeiwache. Bis in den fünfziger Jahren wurden dort Strafgefangene arretiert. Später diente es zur Unterbringung von politischen Gefangenen. Die letzte Eintragung eines Inhaftierten wurde 1985 auf der hinteren Zellwand getätigt. Seit dem 1. Januar 1999 beherbergt das Torhaus das Spreewaldmuseum.



Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Nikolaikirche von 1741 am Marktplatz. Sie ist heute noch das markanteste Bauwerk im Altstadtzentrum. Zu den Baudenkmalen gehört unter anderem das Schloss Lübbenau ( 1817- 1839), welches ein klassizistisches Bauwerk ist. Heute wird es als Hotel genutzt.