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21.11.2017 : 4:42 : +0000

Der Portalkran

… längst vergessen, ein stilles technisches Denkmal am Gleis 3 in der Güterbahnhofstraße, aber wie funktionierte den dieser Kran?
Der Portalkran, fachmännisch ein fahrbarer Bockkran zum Wechseln von Radsätzen an Güter- und Personenwagen mit einer zusätzlichen Vorrichtung zum Wechseln von Lokomotivachsen.

Technische Angaben:
Tragkraft Kran - 25 t / Tragkraft DEMAG - 5 t

1) Das Wechseln von Radsätzen an Güter- und Personenwagen
Ein oder mehrere Wagen konnten ohne Verwendung der Achssenke repariert werden. Es wurde nur der Portalkran, welcher auf einem separaten Schienengleis fuhr benötigt. Nach dem Lösen von (hier am Beispiel) von 2 x 4 Schraubmuttern (rechts und links) und der Wegführung der Bremsklötze wurde der Portalkran mit der „Auslegerzunge“ unter den Wagen platziert. Zuvor musste das Gehänge gelöst und abgenommen werden.

Danach konnte der Wagen angehoben werden. Die Achse blieb auf dem Gleis. Manuell wurde die Achse unter dem Wagen hervorgerollt, damit der DEMAG („Laufkatze“ oben am Kran (rund um laufend)) diese anheben und auf ein Nachbargleis setzen konnte. Jetzt konnte die neue Achse in umgekehrter Reihenfolge montiert werden.

2) Das Wechseln von Lokomotivachsen
Die Lokomotive fährt unter den Portalkran, je nach der zu wechselnden Achse. Nach dem Lösen der Verbindungen der Achse wurde diese  in die -1 Ebene (1,50 bis 1,70 m tief unter Geländeoberfläche) abgesenkt dabei sind an den Ecken die Führungs – und Justierräder manuell steuerbar. Der Kran ist ebenfalls manuell steuerbar mit „Feststeller“ (Foto).

Ein Anheben der Schiene (Foto) wurde notwendig um die Achse seitwärts führen zu können. Mit dem DEMAG konnte die alte mit einer neuen Achse auswechselt werden. Der Zusammenbau erfolgt nun in umgekehrter Reihenfolge.

Wandbild an der ehemaligen Jenaplanschule

Wandbild (Foto: F. Jasinski)

In der Schule befand sich ein großflächiges Wandbild aus handgeformter, farbig glasierter Keramik aus den 70ger Jahren des letzten Jahrhunderts. Signiert ist es von R. Sitte und wurde in der Steingutfabrik Strehla hergestellt. Da das Wandbild noch sehr gut erhalten war, ein Umsetzen des Bildes jedoch aus herstellungstechnischen Gründen nicht möglich war, wurde entschieden, das Wandbild nach außen zu verlegen. Dafür bleibt es nun mit seiner Trägerwand als Relikt stehen und wird auf der rückwärtigen Fassadenseite mit entsprechenden textlichen Hinweisen versehen werden. Zum Schutz soll es noch ein kleines Überdach erhalten. Mit diesem Fragment bleibt ein Stück Schule am alten Standort erhalten und wird zahlreiche ehemalige Schüler und Schülerinnen an ihre Schulzeit erinnern. Für alle anderen wird mit diesem Fragment deutlich, dass hier einmal eine Schule stand. durch den Abriss ein städtebaulicher Missstand beseitigt werden, ohne dabei die Geschichte des Ortes zu zerstören.

Städte mit historischen Stadtkernen

Erhalten, pflegen, behutsam sanieren und erneuern; eine Arbeitsgemeinschaft für historische Städte. Die Stadt Lübbenau/Spreewald ist eine der jüngsten Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft. Aufgenommen wurde sie am 01.Januar 2007.