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24.2.2018 : 6:14 : +0000

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Holocaust-Gedenken in Lübbenau/Spreewald

„Das Erinnern hat kein Ende und die Zukunft braucht Erinnerung“ – mit diesen Worten hat Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel am 25. Januar in der Aula des Paul-Fahlisch-Gymnasiums auf die Bedeutung des Erinnerns an die Schreckensherrschaft des Nazi-Regimes und die Millionen Opfer hingewiesen. Wenzel ist dankbar, dass die Bürger, Kommunalpolitiker und vor allem auch die Schüler den Tag des Gedenkens an den Holocaust seit vielen Jahren so angemessen und engagiert in Lübbenau/Spreewald begehen. Man bezieht damit eine klare Position zur Menschlichkeit und zur Weltoffenheit. Es sei wichtig sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und die Erinnerungen an jene grausame Epoche der deutschen Geschichte wachzuhalten, denn „die Menschen sind und bleiben zu Unmenschlichkeit imstande“, so Wenzel in seiner Rede.
Das Programm der Gedenkstunde wurde von Schülern der elften Klasse des Paul-Fahlisch-Gymnasiums gestaltet. Im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts recherchieren die Schüler zu Biografien Verfolgter des NS-Regimes, unter anderem zu Ernestina Gallardo. Gallardo versteckte während der Nazi-Diktatur Juden in ihrer Berliner Wohnung. Zugleich war sie die Nichte der Lübbenauer Geschäftsfrau Beatrice Ledermann, die 2015 durch die Verlegung eines „Stolpersteins“ in der Lübbenauer Altstadt gewürdigt wurde. Durch solche Personifizierungen, hier zudem mit regionalem Bezug, wird für die Jugendlichen das Grauen besser vorstellbar und das Erinnern bekommt ein Gesicht. Anhand von historischen Berichten und Zeitzeugendokumente präsentierten die Schüler die Ergebnisse ihrer intensiven Auseinandersetzung und erhielten dafür vom Bürgermeister, der Pfarrerin Ulrike Garve und den zahlreichen Gästen viel Lob für ihre Arbeit.
Zweiter Teil der Gedenkveranstaltung war das stille Niederlegen von Blumen am Gedenkstein für die Opfer von Faschismus und Gewaltherrschaft. Zahlreiche Einwohner, Schüler, Mitglieder der Fraktionen aus der Stadtverordnetenversammlung und Kirchenvertreter waren dazu auf dem Hauptfriedhof an der Zerkwitzer Hauptstraße zusammengekommen. In Stille schritten die Teilnehmer zum Gedenkstein und legten dort die Nelken ab, allen voran Bürgermeister Helmut Wenzel mit der Bundestagsabgeordnete Jana Schimke und Astrid Grötsch, Amtsleiterin der Finanzverwaltung des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Die Gärtnerei Kullick hatte freundlicherweise einen Großteil der Blumen spendiert, wie auch schon in all den Jahren zuvor.
Bereits seit 1996, als der damalige Bundespräsident Roman Herzog bundesweit den 27. Januar zum Gedenktag an den Holocaust erklärte, nimmt die Stadt Lübbenau/Spreewald mit jeweils eigener Veranstaltung daran teil. Seinerzeit von ihm in Lübbenau/Spreewald initiiert, ist Bürgermeister a. D. Wolfgang Seeliger, stets unter den Teilnehmern, so auch in diesem Jahr gemeinsam mit seiner Ehefrau.

30.01.2018 15:29 Alter: 25 Tage

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