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21.8.2017 : 8:30 : +0000

Ansprechpartner

Zu wasser- und bodenschutzrechtlichen Fragen:
Amt für Umwelt und Bauaufsicht des Landratsamtes

Herr König (03541 870-3401)
Frau Zschiesche (03541 870-3421)
Frau Berger (03541 870-3461)
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailumweltamt(at)osl-online.de

Zu gesundheitlichen Fragen:
Gesundheitsamt des Landratsamtes

Herr Dr. Bethke (03573 870-4301)
Frau Rudolph (03573 870-4341)
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailgesundheitsamt(at)osl-online.de

zur Trinkwasserversorgung:
WAC Wasser- und Abwasserzweckverband Calau

Herr Müller (03542 8899-211)
Herr Dockter (03542 8899-240)
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailinfo(at)wac-calau.de

Aktuelle Information zum Grundwasserschaden im Stadtteil Stennewitz der Stadt Lübbenau/Spreewald

Bei Untersuchungen des Grundwassers in Lübbenau wurden leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW) festgestellt. Daraufhin wurde im August 2016 Grundstückseigentümern im Stadtteil Stennewitz der Stadt Lübbenau/Spreewald empfohlen, bis auf weiteres kein Grundwasser aus Brunnen zu entnehmen.
Die Ergebnisse der Untersuchungen von November 2015 bis Juni 2016 führten zur Abgrenzung eines vorsorglich als belastet ausgewiesenen Bereiches, in dem die Grundwassernutzung nicht empfohlen wird.
Im Auftrag der unteren Bodenschutzbehörde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz von Oktober 2016 bis März 2017 vorgenommene Analysen von Boden und Grundwasser im Bereich südlich der Langen Straße weisen die LCKW Tetrachlorethen und Trichlorethen nach. Der Zeitpunkt der Verunreinigung muss schon Jahrzehnte zurückliegen, darauf deuten die bereits weit fortgeschrittenen Abbau- und Ausbreitungsprozesse der LCKW im Grundwasser hin.
Die Erfahrungen aus anderen Altlastenschadensfällen zeigen, dass LCKW-Kontaminationen im Grundwasser häufig nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand sanierbar sind. Neben Sanierungsmaßnahmen kommen bei der Altlastenbearbeitung auch Sicherungsmaßnahmen in Betracht, die eine Ausbreitung der Schadstoffe langfristig verhindern. Soweit dies nicht möglich oder zumutbar ist, sind sonstige Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen durchzuführen.
Wissenschaftlich belegte Grenzwerte für eine genaue Gefährdungsabschätzung bei der Nutzung von Grundwasser aus Brunnen gibt es bislang nicht. Trotzdem ist vorsorglich die Einschränkung der Kontaktmöglichkeiten von Menschen mit diesem durch Schadstoffeinträge belasteten Grundwasser geboten.
Es wird daher die Empfehlung aufrechterhalten, im Stadtteil Stennewitz auch weiterhin kein Grundwasser aus Brunnen zur Gartenbewässerung und als sonstiges Brauchwasser, z.B. als Füllwasser für Planschbecken, zu nutzen.
In einem nächsten Schritt veranlasst die untere Bodenschutzbehörde im Jahr 2017 weitere Untersuchungen der Grundwasserbeschaffenheit und zur Ausdehnung der Grundwasserverunreinigung (Fahnenerkundung), um das betroffene Gebiet weiter eingrenzen zu können. Sollten sich aus den Untersuchungen Änderungen ergeben, wird über die Ergebnisse informiert.
Ausdrücklich wird nochmals betont, dass das Trinkwasser in keiner Weise berührt ist und nach wie vor uneingeschränkt und ohne Bedenken genutzt werden kann.

Information zum Grundwasserschaden im Stadtteil Stennewitz

Bei Untersuchungen von Grundwasser in der Stadt Lübbenau/Spreewald wurden im Stadtteil Stennewitz Belastungen mit leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) festgestellt. Innerhalb des in der Karte in der Anlage gekennzeichneten Bereichs befinden sich Gewerbebetriebe, Wohnhäuser mit Hausgärten, gärtnerisch genutzte Flächen und Grünanlagen. Auf Grund des oberflächennah anstehenden Grundwassers ist nicht auszuschließen, dass dieses für die Gartenbewässerung als Spreng-/Gießwasser für Rasen, Zierpflanzen, Obst- und Gemüsebeete und als sonstiges Brauchwasser, z.B. als Füllwasser für Planschbecken, benutzt wird.

Es wird deshalb die Empfehlung ausgesprochen, im als belastet ausgewiesenen Bereich bis auf weiteres kein Grundwasser aus Brunnen zu nutzen.

Ist das Trinkwasser in Lübbenau/Spreewald gesundheitlich unbedenklich?

Die Einschränkungen gelten nicht für das Leitungsnetz der öffentlichen Trinkwasserversorgung. Wasser des Wasser-und Abwasserzweckverbandes Calau (WAC) aus dem Wasserhahn in Bad und Küche ist nicht betroffen.
Die Stadt Lübbenau/Spreewald verfügt über eine flächendeckende Anbindung an das öffentliche Trinkwassernetz. Das Trinkwasser des WAC unterliegt den Regelungen der Trinkwasserverordnung, deren Einhaltung durch das Gesundheitsamt überwacht wird.
Die Kontrolle des Grundwassers, Reinwassers und Trinkwassers wurde deutlich erhöht, es erfolgen ca. 50 Beprobungen zusätzlich pro Jahr. Durch ein angepasstes Fahrregime im Wasserwerk Lübbenau/Spreewald wird der Anstrom von verunreinigtem Grundwasser gezielt unterbunden. Das Trinkwasser kann uneingeschränkt genutzt werden.

Welche Schadstoffe sind im Grundwasser?

Mit den Untersuchungen wurden LCKW im Grundwasser nachgewiesen. LCKW sind relativ gut wasserlöslich und meist deutlich schwerer als Wasser, weshalb sie mit dem Niederschlagswasser in tiefere Bodenschichten des Grundwasserleiters transportiert werden.
In Lübbenau/Spreewald liegen die Schadstoffe hauptsächlich in einer Tiefe zwischen ca. 8 bis 20 m unter Gelände im Grundwasser vor.

Haben die Schadstoffe im Grundwasser gesundheitliche Auswirkungen?

Oberstes Schutzgut ist die menschliche Gesundheit.

LCKW können durch die Atemluft, den Magen-Darm-Trakt oder durch Hautkontakt aufgenommen werden. Mögliche Auswirkungen können z.B. Reizerscheinungen der Augen oder Schleimhäute sein. Einzelstoffe können bei häufigem Kontakt Krebs auslösen, andere Leber und Nieren schädigen.
Wissenschaftlich belegte Grenzwerte für eine genaue Gefährdungsabschätzung bei der Nutzung von Grundwasser aus Gartenbrunnen gibt es bislang nicht.
Trotzdem ist vorsorglich die Einschränkung der Kontaktmöglichkeiten von Menschen mit diesem durch Schadstoffeinträge belasteten Grundwasser geboten.
Da nicht auszuschließen ist, dass neben dem öffentlichen Trinkwasseranschluss auch alte bestehende Brunnen für Bewässerungs- und Brauchwasserzwecke genutzt werden, wird bis auf Weiteres die Nutzung des Grundwassers nicht empfohlen.

Woher kommt der Grundwasserschaden?

Der genaue Schadensort ist bislang nicht bekannt. Der Zeitpunkt der Grundwasserverunreinigung muss schon Jahrzehnte zurückliegen, darauf deuten die bereits weit fortgeschrittenen Abbau- und Ausbreitungsprozesse der LCKW hin.
Es wurden und werden zeitnah weitere Untersuchungen zur Ermittlung der Schadensquelle und deren Sanierung durchgeführt.

Welche weiteren Maßnahmen sind geplant?

In einem nächsten Schritt finden weitere Untersuchungen der Grundwasserbeschaffenheit und zur Ausdehnung der Grundwasserverunreinigung statt, um das betroffene Gebiet eingrenzen zu können. Ferner sind Erkundungen zur Ermittlung der Quelle der LCKW-Verunreinigung vorgesehen.
Sollten sich aus den Untersuchungen Änderungen ergeben, wird an dieser Stelle über die Ergebnisse informiert.

Anliegerversammlung

Zur Beantwortung offener Fragen laden Stadt Lübbenau/Spreewald, der Landkreis OSL und der WAC Wasser- und Abwasserzweckverband Calau Anlieger zu einer Informationsrunde in das Rathaus der Stadt Lübbenau/Spreewald, Kirchplatz 1, ein.

Diese fand am Dienstag, 16. August 2016, 18 Uhr im Großen Sitzungssaal der Stadt statt.

Präsentation zur Bürgerversammlung zum Grundwasserschaden (16. August 2016)